ZMF Tessidera - der zweite ZMF Planar

Was mir besonders Spass macht: Der Tessidera lenkt die Aufmerksamkeit immer auf die Musik, nicht auf mögliche «Fehler» im Mixing oder Unperfektheiten in der Aufnahme. Das macht ihn zum Musikhören einfach wahnsinnig entspannt.


Von Neel Bechtiger
11 Min. Lesezeit

ZMF Tessidera - der zweite ZMF Planar

Let’s start: Grundsätzliches

ZMF ist eine feste Grösse im Bereich dynamischer Kopfhörer. Der Atrium und der Verité gehören heute zu den bekannten Referenzen im Markt. Mit dem Caldera hat Zach Mehrbach auch schon bewiesen, dass er ernstzunehmende Kopfhörer mit magnetostatischen Treibern entwickeln kann.

Mit dem Tessidera folgt nun der zweite offene Planar-Kopfhörer von ZMF.

Der offene Caldera gehört zu meinen persönlichen Lieblingskopfhörern. Entsprechend habe ich mich seit seiner Vorstellung auf den Tessidera gefreut. Und weil ich sowohl ZMF als Hersteller als auch den Caldera sehr schätze, widme ich dem Tessidera doch etwas mehr Zeit als üblich. Er hat es verdient.

ZMF Tessidera mit Holz-Ohrmuscheln, Transportetui, Ersatzpolstern, Kabel und Stoffbeutel

Die Basics: Optik, Haptik und Lieferumfang

Wer jetzt den grossen ZMF Koffer erwartet, wie man es bis anhin gekannt hat, wird überrascht. ZMF hat vor kurzem den Lieferumfang seiner High-End-Serie angepasst. Statt des grossen Transportkoffers werden die Kopfhörer heute in einem kompakteren Transport-Case ausgeliefert, ergänzt durch eine schlichte Kartonverpackung. Das ist minimalistisch, aber sehr sympathisch minimalistisch.

Denn seien wir ehrlich: Eine aufwändige Verpackung braucht eigentlich niemand. Natürlich kann ein besonderes Unboxing-Erlebnis seinen Reiz haben. Bei manchen Produkten gehört es vielleicht sogar zum Gesamterlebnis. Bei ZMF steht der Kopfhörer im Mittelpunkt und das ist auch gut so.

Lieferumfang

Zum Lieferumfang gehören neben dem Kabel auch zwei Paar Ohrpolster. Wie fast immer bei ZMF besteht dabei eine gewisse Auswahlmöglichkeit. Wir von K55 versuchen diese Flexibilität möglichst an unsere Kunden weiterzugeben. Deshalb bestellen wir zwar eine von uns definierte Standardkonfiguration, bieten aber die Möglichkeit, Kabel und Polster gegen Alternativen aus unserem Lagerbestand zu tauschen.

Als Standard definieren wir das Kabel mit 4,4 mm-Anschluss. Alternativ können wir den Tessidera aber auch mit 6,3 mm, XLR oder 3,5 mm liefern. Bei den Polstern halten wir uns an die Empfehlung von Zach und wählen die Caldera Lambskin Pads (Top und Seite perforiert) sowie die Caldera Suede Pads (ebenfalls Top und Seite perforiert) als Standard. Auch hier sind auf Wunsch Alternativen möglich.

Über Optik und Haptik muss man nicht viele Worte verlieren

Der Tessidera ist solide gebaut. So sieht er aus und so fühlt er sich auch an. Das teilweise etwas grobschlächtig wirkende Äussere ist unter anderem das Resultat einer robusten und einfachen Konstruktion, bei der praktisch alle Verschleissteile ausgetauscht werden können. Vom Bügelpolster bis zur Aufhängung der Hörmuscheln lässt sich eigentlich alles ersetzen.

Das Gewicht kann beim Tessidera durchaus ein Thema sein. Mit rund 500 Gramm gehört er nicht zu den Leichtgewichten. Wer jedoch nicht besonders empfindlich auf das Gewicht eines Kopfhörers reagiert und ihn korrekt einstellt, wird ihn als komfortabel empfinden. Denn genau das sind die ZMF-Kopfhörer trotz ihres Gewichts: überraschend bequem.

Technik

Die 35 Ohm Impedanz wirken zunächst unproblematisch. Mit einem Wirkungsgrad von 92 dB zeigt der Tessidera jedoch schnell, dass er etwas Leistung benötigt, um sein volles Potenzial auszuschöpfen. Keine fünf Watt, aber ein kleiner USB-Dongle wird ihm nicht gerecht.

Technisch steckt der Kopfhörer voller eigener Entwicklungen von ZMF. Dazu gehören die CAMS-Struktur, das ADS-Dämpfungssystem, die ZAM-Matrix, das SRS-Resonator-System sowie die speziell geformten Caldera-Polster. Das klingt alles fantastisch und spannend. Die entscheidende Frage also: Klingt der Kopfhörer denn auch fantastisch und spannend?

Innenseite des ZMF Tessidera mit montierten Ohrpolstern und einem zusätzlichen Paar Polster

Das Entscheidende - der Klang

Der Test vom ZMF Tessidera findet am SPL Phonitor XE Verstärker mit DAC statt. Als Quelle dient ein High-Res-Stream. Ich gehe mit einem ZMF Stock-XLR-Kabel symmetrisch auf den SPL-Verstärker. Ich beginne mit den ab Werk montierten Lambskin-Polstern und wechsle diese später im Verlaufe des Tests.

Es dauerte ungefähr 1,428 Sekunden und der Kopfhörer hat mich gepackt.

Ich begann die Hörsession mit «Pin Pricks and Gravy Stains» von Sophie Solomon und ab dem ersten Moment war ich in der Musik. Mir strahlen die Emotionen entgegen, ich finde mich im Kopf in einem verrauchten Kellerlokal irgendwo in Osteuropa wieder. Bei der Breite und der Tiefe des Raums, welche der Tessidera darstellt, fällt es schwer, sich zurückzulehnen und zu geniessen. Auch wenn ich in der Realität eigentlich genau das mache. Ich schaue dabei aber mit offenen Augen nach links, rechts, nach oben und nach unten – und immer kann ich mich auf etwas Neues in der Musik fokussieren.

Dass mich der Tessidera packt, habe ich schon «befürchtet», dass er mich aber derart vereinnahmt, habe ich nicht erwartet. Das stellt mich vor ein kleines Problem: Wie schreibe ich jetzt möglichst objektiv über etwas, was mich auf diese Art und Weise abholt? Wie schreibe ich das, ohne euch ausschliesslich einen Schwall von unglaubwürdigen Lobhudeleien entgegenzuwerfen?

Sein grosses Plus: Emotionen

Ich versuche doch mal, diese Emotionen zu sortieren und herauszufinden, woher diese Wirkung eigentlich kommt. Objektiv könnte es daran liegen, dass ich in letzter Zeit Kopfhörer, die einfach gefallen wollen, nicht sehr intensiv gehört habe. Ich erinnere mich an meine letzten Tests und ein offener Kopfhörer für Audiophile war schon länger nicht mehr dabei.

Ich habe bei den letzten Blogs oft erwähnt, wie wichtig Aufnahme und Mastering sind, damit etwas gut klingt. Beim Tessidera ist es nicht absolut egal, aber es ist nicht so entscheidend. Beim Durchhören meiner Playlist ist mir der Gedanke «oha, die Aufnahme ist aber nicht sehr gut gemacht» nie durch den Kopf gegangen. Das kenne ich von anderen Kopfhörern anders. Und das liegt nicht daran, dass der Tessidera über Fehler einfach drüber rutscht oder sie gar nicht darstellen könnte. Es liegt eher daran, dass er so emotional spielt, dass es einfach nicht relevant ist (zur Verteidigung meiner Playlist sei die Bemerkung erlaubt, dass sie schon ein wenig kuratiert ist und keinen technischen Schund enthält ;-)).

Darstellung, das Stichwort ist gerade gefallen.

Das macht der Tessidera wirklich aussergewöhnlich gut. Aufregend, aber nicht nervig. Ob das jetzt eine moderne Ballade, ein grosses Orchester oder EDM ist. Überall stimmt es für mich.

Der Tessidera erzeugt nicht das grösste Stereo-Panorama, das ich kenne. Trotzdem vermittelt er konstant das Gefühl eines grossen Raums. Er wirkt weniger spektakulär breit als manche Konkurrenten, erzeugt aber eine offene und glaubwürdige Bühne, die Musik grösser erscheinen lässt, als sie objektiv vielleicht dargestellt wird.

Der Bass sitzt perfekt, er ist kräftig genug, um Spass zu machen, und zurückhaltend genug, um nicht übertrieben zu wirken. Er geht sehr tief, er ist sehr lebendig und alles andere als trocken. Er setzt mehr auf Substanz als auf absolute Straffheit. Die Höhen sind perfekt abgestimmt. Ein anderes Wort finde ich nicht. Sie sind präsent genug, um Luft und Detail zu liefern, ohne jemals zu viel Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen.

Und die Mitten, das ist die grosse Stärke des Tessidera.

Da kommt der grösste Teil der Emotionen her, da wird Stimmung produziert. Er kann intime Situationen wunderbar präsentieren, er kann aber auch mächtig aufspielen und komplexe Situationen mit gefühlter Leichtigkeit darstellen.

Und da bin ich vielleicht am Kern angekommen.

Es gibt nichts (was ich gehört habe), was mir nicht gefällt. Das ist für so einen Blog etwas schwierig, denn ich will ihn ja nicht im Lob ertränken. Aber mir ist wirklich nichts aufgefallen, was ich kritisieren kann. Was nicht heisst, dass er alles perfekt macht. Natürlich macht er nicht alles perfekt oder unschlagbar, aber die Abstimmung als Ganzes ist derart gut getroffen, dass ich gar nichts vermisse.

Was machen andere Kopfhörer besser als er?

Der ZMF Caldera zum Beispiel hat mehr Auflösung, er ist schneller und objektiv räumlicher. Er ist anders. Deshalb ist der Tessidera auch ganz klar kein Caldera Jr., sondern etwas Eigenes. Etwas, was ich bei ZMF so nicht gehört habe – und nicht erwartet habe. Er erinnert mich stärker an die dynamischen ZMF-Modelle als an den Caldera, besitzt dabei aber eine ganz eigene Art, Emotionen zu transportieren.

Polsterwechsel

Von den perforierten Lambskin-Polstern wechsle ich auf die perforierten Suede-Polster. Beide Polster sind, falls nicht aktiv anders gewünscht, im Lieferumfang dabei.

Die Suede-Polster wirken etwas luftiger, etwas weicher und die Höhen werden etwas gedämpft. ZMF selber beschreibt den Unterschied ziemlich treffend. Es sei erwähnt: Der Unterschied ist nicht riesig, der Tessidera bleibt der Tessidera. Die Polster kann man zum Tuning einsetzen, nicht dazu, den Charakter des Kopfhörers zu verändern. Ich meine den Unterschied gut herauszuhören, da aber zwischen den Versuchen jeweils einige Zeit vergeht, bis man die Polster gewechselt hat, ist kein perfekter A/B-Vergleich möglich. Die Frage, die sich schlussendlich stellt: Was gefällt einem persönlich besser?

Wenn jemand sehr allergisch auf spitze Höhen reagiert oder sich eine etwas entspanntere Abstimmung wünscht, dann wird er am Suede-Pad mehr Gefallen finden. Mir persönlich gefällt der Tessidera besser mit den Lambskin-Pads und ich verstehe, weshalb Zach diese als Standard definiert.

Vergleich mit dem ZMF Atrium Open

Zwei ZMF-Kopfhörer mit unterschiedlichen offenen Gittern und Holzmaserungen nebeneinander

Soll ich ihn mit dem Atrium oder dem Caldera vergleichen?

Die Entscheidung fiel nicht final vorab, ich habe mich spontan entschieden.

Der Atrium ist es am Schluss geworden (auch wenn ich zu Beginn sicher war, den Caldera zu wählen). Aus zwei Gründen wurde es der Atrium. Einerseits ist er in der gleichen Preisliga, andererseits habe ich beim reinen Klangtest, oben zu lesen, herausgefunden, dass der Tessidera kein Caldera Junior, sondern eher ein «Planar-Atrium» ist. Weil mir diese Bezeichnung beim Hören schon in den Sinn gekommen ist, will ich viel eher dieser Aussage auf den Grund gehen, als noch genauer zu beschreiben, was der Caldera anders macht.

Der Vergleich startet mit denselben Worten, mit denen er beendet werden könnte: Der Atrium klingt wie ein ZMF mit dynamischem Treiber, der Tessidera klingt wie ein ZMF Atrium mit einem Planar-Treiber. Hilft euch nicht weiter? Wunderbar! :-)

Der Tessidera ist breiter in den Mitten, er hat ein kräftigeres Bassfundament - nicht unbedingt mehr davon, aber es ist kräftiger. Dafür hat der Atrium präsentere Mitten und Höhen und ist etwas weniger druckvoll im Subbass. Der Atrium ist impulsiver, direkter, dynamischer.

Im direkten Vergleich ist der Atrium «nasaler». Das ist bei einer Frauenstimme, z. B. Brooke Fraser in «Something in the Water», verwirrend, bei einer Männerstimme, z. B. Troubas Kater mit «Latvia», überhaupt nicht störend. Dieses Nasale kann man auch bei einer Geige hören. Es ist «gwäägig» – das wäre ein schweizerdeutsches Wort, das passend ist. Ich finde gerade kein anderes Wort. 

Der Atrium ist sehr direkt (in your face), was unglaublich erfrischend ist. Der Tessidera ist zurückhaltender, aber nicht minder schön. Dieses Zurückhaltende könnte man im direkten Vergleich auch als «ein bisschen dumpfer» beschreiben. Durch das Mehr an Details, welche der Tessidera in den oberen Mitten herausarbeiten kann, ist es aber kein schlechter Deal.

Lautstärke

Wenn es lauter wird, ist beim Atrium bei mir relativ schnell Schluss, ich muss mit dem Volumen runter. Die Höhen beginnen dann zu stark zu werden. Da verzeiht die Abstimmung des Tessidera deutlich mehr. Wenn ich beim Atrium runterdrehen muss, könnte ich beim Tessidera gut und gerne noch ein bisschen weiter hoch. Mit all den Vorteilen, welche man dann in der Dynamik der Mitten hat. Aber man soll ja nicht zu laut hören. Wer ganz gerne leise hört, wird mit dem Atrium vermutlich mehr Freude haben. Denn die Dynamik kommt bei niedrigeren Lautstärken schon besser rüber.

Separation / Darstellung.

Ich habe den Vergleich beendet mit dem einen Stück, welches mich beim Solo-Test des Tessidera sofort eingenommen hat, «Pin Pricks and Gravy Stains» von Sophie Solomon. Der Atrium macht das nicht schlecht, aber der Tessidera lullt mich wieder komplett ein. Der Atrium stellt diese Details ebenfalls dar, lässt sie aber stärker im Gesamtbild aufgehen. Der Tessidera arbeitet sie deutlicher heraus und positioniert sie für mein Empfinden präziser im Raum.

Fazit

ZMF Tessidera mit gemaserten Holz-Ohrmuscheln, offenen Gittern und schwarzen Polstern

Der Tessidera ist kein kleiner Caldera, er ist eher ein Atrium mit den Eigenschaften eines Magnetostaten. Ohne Kompromisse auf den Hörgenuss getrimmt.

Er ist ein aussergewöhnlich gelungener Kopfhörer von ZMF, der mich sofort in seinen Bann gezogen hat. Er kann emotional berühren, die Abstimmung ist sehr gut gelungen.

Der Bass ist qualitativ Spitzenklasse und quantitativ für meine Ohren ziemlich perfekt ausbalanciert. Die Höhen sind zurückhaltend angenehm und man kann mit ihm auch mal etwas am Volumenrad herumspielen, ohne dass es Kopfschmerzen gibt. Bei den Mitten finden wir seine wahre Stärke. Die Staffelung und Separation in den Mitten gelingt ihm auf höchstem Niveau.

Die räumliche Darstellung ist sehr gelungen. Er erzeugt kein riesiges Stereo-Panorama wie ein HD800, vermittelt aber trotzdem das Gefühl eines grossen Konzertsaals. Details in der Musik arbeitet er fein heraus und positioniert sie hörbar im Raum.

Was mir besonders Spass macht

Er lenkt die Aufmerksamkeit immer auf die Musik, nicht auf mögliche «Fehler» im Mixing oder Unperfektheiten in der Aufnahme. Das macht ihn zum Musikhören einfach wahnsinnig entspannt.

Was für ein Fazit ziehe ich beim Vergleich zum Atrium?

Wer vom Tessidera nicht sofort so gepackt wird wie ich, sollte ihm etwas Zeit geben. Seine Qualitäten erschliessen sich nicht zwingend in den ersten Minuten. Die räumliche Darstellung und die Präsenz der Details sind beim Tessidera deutlich besser und in meinen Ohren angenehmer. Der Atrium ist dafür dynamischer, schneller und direkter. Das macht Spass, wird aber auf Dauer (vor allem wenn das Volumen höher ist) anstrengend.

Diese letzte Eigenschaft spreche ich dem Tessidera ab. Ich weiss nicht, wann er anstrengend werden soll – mit dieser Abstimmung fast unmöglich. Mit dem Tessidera kann man lauter hören, mit dem Atrium dafür leiser.

Es gibt keinen Gewinner oder Verlierer, wie es auch objektiv bei solchen Dingen kein Gut oder Schlecht gibt. Es sind die eigenen Eindrücke und Vorlieben, die zählen. Mich beeindruckt der Atrium, der Tessidera hingegen berührt mich.

Und es gilt wie immer - wer einen eigenen Eindruck gewinnen will, ist herzlich eingeladen die Kopfhörer bei uns im Ladengeschäft zu testen und zu vergleichen.  

 

Fachbegriffe kurz erklärt:

Dynamischer Treiber
Der dynamische Treiber ist die am weitesten verbreitete Bauart bei Kopfhörern. Eine Schwingspule bewegt eine Membran ähnlich wie bei einem klassischen Lautsprecher. Dynamische Treiber sind oft für ihre natürliche Wiedergabe, kräftige Dynamik und einen organischen Klangcharakter bekannt. Bekannte ZMF-Modelle wie der Atrium oder Verité nutzen diese Technik.

Magnetostatischer Treiber (Planar)
Bei einem magnetostatischen Treiber befindet sich eine extrem dünne Membran zwischen Magneten. Die Kraft wirkt dabei auf einen grossen Teil der Membranfläche gleichzeitig, wodurch die Bewegung sehr kontrolliert erfolgt. Planar-Kopfhörer zeichnen sich häufig durch hohe Auflösung, präzise Basswiedergabe und eine sehr saubere Darstellung komplexer Musikpassagen aus. Der Tessidera und der Caldera verwenden diese Treibertechnologie.

Impedanz (Ohm)
Die Impedanz beschreibt den elektrischen Widerstand eines Kopfhörers. Ein niedriger Ohm-Wert bedeutet nicht automatisch, dass ein Kopfhörer einfach anzutreiben ist. Erst zusammen mit dem Wirkungsgrad ergibt sich ein realistisches Bild darüber, wie viel Verstärkerleistung benötigt wird.

Wirkungsgrad (dB)
Der Wirkungsgrad gibt an, wie laut ein Kopfhörer bei einer bestimmten Leistung spielt. Ein niedriger Wirkungsgrad bedeutet, dass mehr Verstärkerleistung benötigt wird, um dieselbe Lautstärke zu erreichen. Der Tessidera besitzt mit 92 dB einen eher moderaten Wirkungsgrad und profitiert deshalb von einem leistungsfähigen Kopfhörerverstärker.

Räumliche Darstellung (Soundstage)
Mit räumlicher Darstellung ist die Fähigkeit eines Kopfhörers gemeint, Instrumente und Stimmen im virtuellen Raum zu platzieren. Dabei geht es nicht nur um die Breite einer Aufnahme, sondern auch um Tiefe, Abstand und die Position einzelner Klangquellen. Eine gute räumliche Darstellung kann dazu beitragen, dass Musik realistischer und immersiver wirkt.

Separation
Separation beschreibt, wie klar einzelne Instrumente oder Stimmen voneinander getrennt dargestellt werden. Eine gute Separation sorgt dafür, dass komplexe Musikstücke übersichtlich bleiben und einzelne Elemente leichter verfolgt werden können.

Auflösung
Unter Auflösung versteht man die Fähigkeit eines Kopfhörers, feine Details in der Musik hörbar zu machen. Dazu gehören beispielsweise kleine Hallfahnen, Atemgeräusche eines Sängers oder das Ausklingen einzelner Instrumente. Eine hohe Auflösung bedeutet nicht automatisch mehr Musikalität, kann aber das Gefühl von Realismus deutlich steigern.



In diesem Test verwendet:

Die folgenden Produkte haben wir für diesen Test verwendet. Du kannst gerne bei uns vorbeikommen und sie ausprobieren, oder über den Webshop direkt bestellen.

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